Alles begann an einem kalten Winterabend in Watt/ZH. In einem alten Schopf an der Dorfstrasse betrieb Rolf sein Durschtlöschzentrum und hiess uns zu jeder Jahres- und Tageszeit herzlich Willkommen. «Wenn das Licht unter dem Türspalt zu erkennen ist, klopft an!» Kaum waren beide Füsse im Laden, betrat man eine Welt der Musik und Redefreudigkeit. Es entstanden nostalgische, ideologische, philosophische, utopische sowie auch ganz normale, bedeutungslose und simple Gespräche, stets untermalt von Musik-Göttern wie Neil Young und Joe Cocker.

An diesem einen Donnerstag Abend im Jahr 2006 kam die Idee auf, ein Openair in Watt durchzuführen. Unter dem Motto «Get back – move on» wollten wir die Umsetzung auf den Sommer 2009 realisieren. Also genau 40 Jahre nach dem legendären WOODSTOCK-Festival in den USA. Nach dem passenden Namen suchten wir lange. Über Uprising, Wattrising, Watt-Festival und weiteren Kreationen gelangten wir schliesslich zu dem Namen, der eigentlich von Beginn weg auf der Hand lag: WATTSTOCK! Wir träumten vom grossen Openair und waren voller Euphorie. Leider scheiterte der grosse Traum an der Realität: so konnten wir aus beruflichen Gründen wie Studium und Weiterbildungen die Ressourcen schlichtweg nicht aufbringen. Entsprechend versandete diese Idee und drohte aus unseren Köpfen zu verschwinden…

Doch bei einigen hinterliessen die vielen Abende des Träumens und Planens nachhaltig Spuren. Im Seeholz-Beizli wurden Claudia und Markus von Bruno, einem Vertreter der Appenzeller Brauerei, mehrfach ermutigt, eine Rock-Musikveranstaltung zu machen. Erste Gehversuche hatte man mit dem Oktoberfäscht ja bereits gemacht. Nach dem dritten Oktoberfäscht im Jahr 2013 war es schliesslich klar: Wir müssen die Idee von WATTSTOCK wieder aufleben lassen, wenn auch in viel kleinerem Rahmen. Ein Teil der alten Durschtlösch-Truppe wurde kurzerhand reaktiviert, um weitere Mitstreiter ergänzt, und nun ist es soweit: Mit einem neuen Motto und frischem Wind wagen wir 45 Jahre nach Woodstock den ersten Versuch!

«With a little help from my friend[s]» …Merci Rolf!